Seat Ateca
Diesmal im Test als 150-PS-Turbodiesel FR Black Edition
Von Günther Koch/Life-Magazin

Auftritt noch im Winter: Beim Ateca handelt es sich um ein flottes SUV-Kompaktmodell. Foto: Koch
Die Wettbewerber sind quantitativ und qualitativ nicht ohne: Wir haben das kompakte SUV-Modell der spanischen Volkswagen-Tochtermarke Seat, den Ateca, jetzt als Diesel mit Frontantrieb und Automatik in der Ausführung F(ormular)R(acing) Black Edition zur Probe gefahren. Auto: Fünftüriger Fünfsitzer. Segment: Untere Mittelklasse. Produktion: Tschechien. Eingeführt: 2016. 2026 aktuelle Auflage. Konkurrenten: Aus deutscher Sicht Ford Kuga, Opel Frontera, VW Tiguan. Schwestermodelle Skoda Karoq und im Premiumbereich Audi Q3. Länge: 4,38 Meter. Breite: 1,84 Meter. Höhe: 1,60 Meter. Radstand: 2,63 Meter. Leergewicht: 1514 Kilo. Design: Kantig. Als FR Black Edition mit sportlicheren Akzenten. Verarbeitung: Gut. Anmutung: In der getesteten Version wertiger. Innenraum: Bequemer Ein-/Ausstieg. Höhere Sitzposition. Gute Rundumsicht. Ordentlich Platz selbst im Fond. Gepäckabteil: 510 bis 1604 Liter. Cockpit: Übersichtlich. Digitalisiert mit Technologien aus dem Konzernbaukasten. Bedienung: Könnte trotz Verbesserungen in Teilen noch immer etwas weniger umständlich sein. Antrieb*: Bewährter Vierzylinder-Selbstzünder mit 150 PS. Kombiniert mit schnell, sanft und präzise die sieben Gänge wechselnder Doppelkupplungsautomatik. Fahren: Kultiviert. Relativ druckvoll dank kräftigerem Drehmoment. Lasten bis 1800 Kilo. Unterschiedliche Fahrprofile beeinflussen Lenkunterstützung, Gasannahme und Schaltkennlinie. Fahrwerk: Ziemlich ausgewogen zwischen Komfort und spritzigerem Unterwegssein. Lenkung: Elektromechanisch. Progressiver ausgelegt. Könnte trotzdem noch etwas direktere Rückmeldung geben. Bremsen: Verzögern standfest. Räder: 18-Zol-Leichtmetall mit 215er-Reifen. Ausstattung: Fünf Stufen. Reference, Style, Road Edition, FR, FR Black Edition. Für die Kompaktklasse standesgemäßes Serien-, Sicherheits- und Komfortpaket mit wichtigsten elektronischen Assistenzen (www.seat.de). Baureihe: Preislicher Einstieg beginnt bei 29 290 Euro, geht hoch bis 43 110. Neben dem ab knapp 39 500 Euro teuren Test-Turbodiesel sonst noch zwei Turbobenziner, ein Dreizylinder mit 116 und ein Vierzylinder mit 150 PS. Der Ateca ist auch unter dem Cupra-Label unterwegs. Fazit: Recht dynamisches Familienauto. Kompakt. Sportlich. Agiler im Handling. Vielseitig. Dazu noch relativ gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen.
Technische Daten
Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 110/150 kW/PS. Maximales Drehmoment: 360/1600-2750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,0 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 202 Stundenkilometer. Antrieb: Front. Getriebe: Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Umwelt: Testverbrauch laut Bordcomputer 6,1 Liter pro 100 Kilometer, kombiniert 129-141 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,9-5,4 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6EB. Grundpreis: 39 480 Euro.
*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert auf normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)
KoCom/Fotos: Günther Koch
19. Januar 2026

