Freitag, 27. Januar 2023

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GALERIA AUTO Mercedes-Mittelklasse-SUV GLC als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid. Foto: Mercedes
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GALERIA AUTO Mercedes T-Klasse als Benziner und Diesel / Vollstromer soll noch 2022 folgen. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Volvo XC40

Diesmal im Test als 163-PS-Mildhybrid-Benziner

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der noch kompaktere XC40 ist Volvos SUV-Einstiegsmodell bei uns. Fotos: Koch

Markenintern ist der XC40 unterhalb vom XC60 positioniert, steht bei uns erst seit 2018 bei den Händlern. Mit ihm ist Volvo im Premiumumfeld von Audi Q2, BMW X1, Mercedes GLA und etwa auch dem Countryman der auf Kleinwagen spezialisierten BMW-Tochtermarke Mini unterwegs. Wir haben das kleine SUV-Einstiegsmodell der Schweden jetzt als frontangetriebenen B3-Mildhybrid-Turbobenziner mit Automatik in Plus-Dark-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Der XC40, skandinavisch-cool designt, sauber verarbeitet, recht wertig anmutend, 4,44 Meter lang, 1,65 Meter hoch, 1,86 Meter breit, Radstand 2,70 Meter, Kofferraum erweiterbare 428 bis 1304 Liter, kommt mit kantigem Profil, Leuchten im T-förmigen Thor-Hammer-Stil und nach innen statt nach außen gewölbtem Kühlergrill daher. Das Dach ist farblich abgesetzt. Das Innere scheint ebenfalls mehr auf Lifestyle getrimmt. Selbst größer Gewachsene finden passabel Platz. Leider ist die Rückbank wie beim ebenfalls vergleichbaren VW Tiguan nicht verschiebbar. Der hochformatige, Tablet-ähnliche, von der Bedienung her aber nach wie vor gewöhnungsbedürftige Touchscreen im sonst recht übersichtlichen Digitalcockpit ist aus anderen Volvo bekannt.

Blick auf die Frontpartie mit Markenlogo vorn und Diagonalstrebe im Kühlergrill.

Antrieb & Umwelt

Vierzylinder-Mildhybrid-Turbobenziner mit integriertem Startergenerator. Abgasnorm Euro-6d. 2,0 Liter Hubraum. 120/163 plus 10/14 kW/PS elektrische Leistung. Maximal 265 Newtonmeter Drehmoment schon früh ab 1500 bis 4000 Touren pro Minute plus 40 Newtonmeter. In 8,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 180 Stundenkilometer Spitze. Frontantrieb. Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Testverbrauch 7,5 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP 151 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,7 Litern Mixverbrauch.*

Unter der Haube ist hier ein 2,0-Liter-Vierzylinder am Werk. Blick ins Cockpit.

Fahren & Sicherheit

Der Turbo schiebt diesen leer 1688 Kilo schweren XC40 beim Tritt aufs Gaspedal doch recht flott voran. Er kann Lasten bis immerhin noch 1,6 Tonnen ziehen. Das Mildhybridsystem unterstützt den Verbrenner in bestimmten Situationen, etwa beim Beschleunigen; die Rückgewinnung von Energie hilft, den Kraftstoffkonsum zu senken. Das Fahrwerk federt eigentlich stets ausreichend komfortabel, der Gesamteindruck fällt dennoch keineswegs unsportlich aus. In Kurven gibt sich der Frontantriebler etwas träge. Die Möglichkeit, spezielle Fahrprogramme zu wählen, ist um einen Offroad-Modus erweitert. Die Doppelkupplungsautomatik wechselt sanft, schnell und präzise die sieben Gänge. Die elektrische Servolenkung gibt ordentliche Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Eine ganze Armada moderner Elektronikhilfen trägt bereits zu einem hohen Standard-Insassenschutzniveau bei.  

Modellkennung hinten. Das Gepäckabteil hier fasst 428 bis 1304 Liter.

Serie & Extras

Vier Ausstattungslinien gibt es mit Plus Dark als zweithöchster davon. Bei ihr gehören neben vielen Fahrassistenzen etwa auch LED-Scheinwerfer, sportliche Front-, Heckschürze, Dachreling, elektrische Heckklappenautomatik, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Digitalinstrumentierung, Infotainment, 12,3-Zoll-Display, Smartphone-Einbindung, Soundsystem, Sportlenkrad, Einparkhilfe, Rückfahrkamera und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 235er-Reifen schon zum Grundumfang. Aufpreispflichtige Sonderausstattungen wie Lichtpaket (350 Euro), Parkkamera samt 360-Grad-Umgebungsbeobachtung (660 Euro), Metalliclackierung (790 Euro), Fahrerassistenzpaket (1150 Euro), Ledernachbildung (1200 Euro) und andere haben den Grundpreis des Testwagens um fast 16 000 Euro erhöht. 

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. So sieht der XC40 seitlich aus.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab mindestens 47 100 Euro, ist sicher kein Schnäppchen. Dafür gibt es ein keineswegs mainstreamiges, aber geräumiges Kompakt-SUV-Modell mit unterm Strich guten Fahrleistungen als Gegenwert. Zwar kommen der mittlere XC60 und vor allem der größere XC90 souverän-gelassener daher, doch dürfte der kleinere XC40 sowieso eine eher jüngere Zielgruppe ansprechen. In der bei 38 350 Euro beginnenden Baureihe sind noch vier weitere Benziner mit 95/129 und 145/197 kW/PS zu haben. Auch Allrad ist möglich. Die Plug-in-Hybrid mit 95/129 plus 60/82 und 132/180 plus 60/82 kW/PS stehen ab 55 250 Euro in der Liste. Die Pure-Electric-Vollelektro-Variante mit für den Frontantriebler 170/231 sowie für den Allradler mit 150/204 plus 150/204 kW/PS fangen bei 48 650 Euro an.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbobenziner, als Mildhybrid mit integriertem Startergenerator ausgelegt. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 120/163 plus elektrische 10/14 kW/PS. Maximales Drehmoment: 265 plus 40 Newtonmeter. Beschleunigung: 8,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Antrieb: Front. Getriebe: Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Umwelt: Testverbrauch 7,5 Liter pro 100 Kilometer, nach WLTP 151 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,7 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 47 100, mit Sonderausstattungen 52 900 Euro.

*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert mit normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände)

KoCom/Fotos: Günther Koch

7. Oktober 2022