Freitag, 27. Januar 2023

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GALERIA AUTO VW ID Buzz vorerst als Fünfsitzer, Bus und Cargo / Weitere Varianten folgen. Foto: VW
GALERIA AUTO Mercedes-Mittelklasse-SUV GLC als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid. Foto: Mercedes
GALERIA AUTO Mazda CX-60 noch über CX-5 angesiedelt / Auch CX-80 schon angekündigt. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Alfa Romeos neuer Kompakt-SUV Tonale erst als Hybrid mit 130 und 160 PS. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO DS gibt Einblick in DS4-Produktion an deutschem Stellantis-Konzernstandort. Foto: DS Automobiles
GALERIA AUTO Mercedes T-Klasse als Benziner und Diesel / Vollstromer soll noch 2022 folgen. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Opel Grandland

Diesmal im Test als 224-PS-Plug-in-Hybrid

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der 2017 eingeführte Grandland ist zuletzt aufgewertet worden. Fotos: Koch

2017 eingeführt, 2021 aufgewertet: Opel tritt in der Kompakt-SUV-Mittelklasse im Volumenbereich mit seinem Grandland nach wie vor gegen deutsche Konkurrenten wie Ford Kuga und VW Tiguan an. Der offenbar zu offroad-lastige X-Zusatz im Namen ist inzwischen weg. Die Bedeutung als zweites Flaggschiff nach dem vorerst auslaufenden Insignia, der aber einen Nachfolger erhält, ist geblieben. Wir haben jetzt den frontangetriebenen Plug-in-Hybrid in Ultimate-Ausführung gefahren.  

Außen & Innen

Der Grandland – 4,47 Meter lang, 1,90/2,09 Meter breit, 1,60 Meter hoch, Radstand 2,67 Meter, Kofferraum hier 390 bis 1528 Liter – baut auf Ebene des Stellantis-Konzerns, zu dem auch Opel gehört, auf einer Multi-Energie-Plattform für Verbrenner und Plug-in-Hybrid auf, auf der auch die Schwestermodelle Citroën C5 Aircross, DS7 Crossback und Peugeot 3008 entstehen. In überarbeiteter Version kommt auch er nun mit neuem Markengesicht, Vizor genannt, daher, wirkt formschöner und kraftvoller. Selbst im Fond geht es noch recht geräumig zu. Man sitzt höher, genießt ordentliche Rundumsicht. Breite Displays zeichnen das Digitalcockpit aus.

Vizor nennt Opel das neue Markengesicht bei den Modellen mit dem Blitz mittig in der Frontpartie.

Motor & Umwelt

Vierzylinder-Turbobenziner plus Elektromotor. Abgasnorm Euro-6d. 1,6 Liter Hubraum. Verbrenner 133/180, Elektromotor 81/110 kW/PS. Im System 165/224 kW/PS. Maximal 360 Newtonmeter Drehmoment. In 8,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 225 (elektrisch 135) Stundenkilometer Spitze. Frontantrieb. Acht-Stufen-Automat. 54 bis 56, innerorts 70 bis 72 Kilometer elektrische Reichweite. Testverbrauch 3,2 Liter, nach WLTP 30 bis 32 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 1,3 bis 1,4 Litern.*

Unter der Haube hier ist ein 224-PS-Hybridsystem am Werk. Blick ins moderne Digitalcockpit.

Fahren & Sicherheit

Der Hybrid ist standardmäßig schon mit den Fahrprogrammen Elektro, Sport und Hybrid bestückt. Der Hybrid4 hat zusätzlich noch den Allradmodus an Bord. Leer bringt das Testmodell 1807 Kilo auf die Waage, kann Lasten bis 1,25 Tonnen ziehen. Das Fahrwerk des Hybrid hat einen ziemlich sportlichen, dazu durchaus souveränen Eindruck hinterlassen, federt eigentlich auch noch weitgehend komfortabel. Das regenerative Bremssystem trägt zur mehr Effizienz bei, indem Energie durch elektrische Rückgewinnung in der Batterie gespeichert wird. Die Lenkung könnte noch etwas direktere Rückmeldung geben. Die Scheibenbremsen verzögern standfest. Frontkollisionswarner, automatische Gefahrenbremsung, Müdigkeits-, Verkehrsschild-, Fußgängererkennung und Spurhaltehilfe tragen bereits in der Basisversion zum höheren Insassenschutz bei. Eine moderne Elektronikassistenz ist nun auch die Früherkennung von Fußgängern und Tieren.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit dem Modellschriftzug hinten unterm Logo.

Serie & Extras

GS-Line, Ultimate und Business Elegance heißen jeweils die drei Ausstattungen. Schon beim Basismodell sind etwa LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Multimedia, Siebenzoll-Touchscreen, Digitalradio, abgeflachtes Lederlenkrad, Komfortsitze, Tempomat samt Begrenzer und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen Standard. Bei der GS-Line gehören Unterfahrschutz vorn/hinten, Parkpilot, Rückfahrkamera, Designpaket, Aluminium-Sportpedale und 18-Zöller mit 225er-Reifen zum Grundumfang. In Ultimate-Spitzenausführung verlässt der Grandland mit IntelliLux-LED-Matrix-Licht, Navigation, Zehnzoll-Touchscreen, drahtlosem Smartphone-Laden, ergonomischen Aktivsitzen, Sitzheizung, 360-Grad-Kamera, Totwinkelwarner sowie 18-Zöllern das Werk. Die Plug-in-Hybrid sind mit antriebsspezifischen Zusatzdetails und -anzeigen versehen.

Das Hybrid-Gepäckabteil fasst 390 bis 1528 Liter. Und so sieht der Grandland von der Seite aus.

Preis & Leistung

Die Baureihe beginnt preislich bei 34 475 Euro. Der Diesel startet bei 40 035 Euro. Der getestete Plug-in ist ab 47 595 Euro zu haben. Mit dem eher funktionalen Crossover Crossland, dem ausdrucksstärkeren Mokka und eben dem Grandland haben die Rüsselsheimer nach eigenen Angaben das aktuell „jüngste SUV-Portfolio auf dem Markt“.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Plug-in-Hybridbenziner. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung Verbrenner: 133/180 kW/PS. Leistung Elektromotor: 81/110 kW/PS. Systemleistung: 165/224 kW/PS. Maximales Drehmoment: 360 Newtonmeter.  Beschleunigung: 8,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 225 (elektrisch 135) Stundenkilometer. Antrieb: Front. Getriebe: Acht-Stufen-Automatik. Elektrische Reichweite: 54-56, innerorts 70-72 Kilometer. Umwelt: Testverbrauch 3,2 Liter, 30-32 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer nach WLTP bei angegebenen 1,3-1,4 Liter. Grundpreis: 47 595 Euro.

*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert mit normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände).

KoCom/Fotos: Günther Koch

4. Juli 2022