Freitag, 27. Januar 2023

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GALERIA AUTO VW ID Buzz vorerst als Fünfsitzer, Bus und Cargo / Weitere Varianten folgen. Foto: VW
GALERIA AUTO Mercedes-Mittelklasse-SUV GLC als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid. Foto: Mercedes
GALERIA AUTO Mazda CX-60 noch über CX-5 angesiedelt / Auch CX-80 schon angekündigt. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO Alfa Romeos neuer Kompakt-SUV Tonale erst als Hybrid mit 130 und 160 PS. Foto: Günther Koch
GALERIA AUTO DS gibt Einblick in DS4-Produktion an deutschem Stellantis-Konzernstandort. Foto: DS Automobiles
GALERIA AUTO Mercedes T-Klasse als Benziner und Diesel / Vollstromer soll noch 2022 folgen. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Toyota Corolla

Diesmal im Test als Hybrid-Fünftürer mit 184 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Die aktuelle ist schon die zwölfte Corolla-Generation von Toyota. Fotos: Koch

Der Corolla läuft seit 1966 vom Band. Mit ihm ist Toyota in der unteren Mittelklasse neben zahlreichen ausländischen Konkurrenten auch im Umfeld deutscher Wettbewerber wie Ford Focus, Opel Astra und VW Golf unterwegs. Es ist bereits die zwölfte Generation des Wagens, der vorübergehend auch einmal als Auris vorgefahren ist. Wir haben das kompakte Modell der Japaner jetzt als stärkeren Hybrid-Fünftürer mit Automatik in Team-D(eutschland)-Ausführung gefahren.

Außen & Innen

Der fünftürige Fünfsitzer, solide verarbeitet und für sein Segment standesgemäß anmutend, kommt schon optisch nicht mehr ganz so japanisch zurückhaltend wie die Generationen davor daher, sondern ganz im Gegenteil sportlich-eleganter. Er ist 4,37 Meter lang, 1,79 Meter breit und 1,43 Meter hoch, verfügt über 2,64 Meter Radstand. Im Kofferraum lassen sich 313 bis 1004 Liter Gepäck verstauen. Zum Vergleich: Der deutlich längere Kombi mit zudem größerem Radstand fasst 581 bis 1591 Liter. Vorn ist ordentlich Platz vorhanden. Hinten geht es für größer Gewachsene nicht zuletzt in Sachen Kopf- und Beinfreiheit etwas beengter zu. Auch die modernen Toyota-Cockpits wirken mittlerweile aufgeräumter, sodass die Bedienung rascher im Griff ist. Bloß die Navigation könnte beim Kartenmaßstab-Einstellen weniger nerven.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn oberhalb des Kühlergrills.

Motor & Umwelt

Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor. Abgasnorm Euro-6d. 2,0 Liter Hubraum. Der Verbrenner leistet 112/152, der Elektromotor 80/109 kW/PS. Beide zusammen bringen es im System auf 135/184 kW/PS. Maximal 190 Newtonmeter Drehmoment bei 4400 bis 5200 Umdrehungen pro Minute. In 7,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 180 Stundenkilometer Spitze. Vorderradantrieb. Stufenloses Automatikgetriebe. Testverbrauch kombiniert nach WLTP 5,5 Liter pro 100 Kilometer, 101 bis 111 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,5-4,9 Litern.*

Unter der Haube arbeiten Benzin- und Elektromotor zusammen. Blick ins Cockpit.

Fahren & Sicherheit

Auch wenn der leer bis zu 1521 Kilo schwere Hybrid bei Tempo 180 abgeregelt, schiebt er ordentlich voran, wirkt sogar recht souverän, macht Spaß, hilft, bei Überholvorgängen schneller voranzukommen. Das Aufheulen des Antriebs beim Tritt aufs Gaspedal hält sich in Grenzen. Der Verbrauch ist okay. Das Fahrverhalten hat insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen. Das Fahrwerk federt durchaus straff, aber dank des neuen Feder/Dämpfer-Systems nicht unkomfortabel. Der Schwerpunkt liegt tiefer, die Spuren sind breiter, die Karosserie ist steifer, die keineswegs künstliche Lenkung reagiert direkter und präziser, was in Summe für agileres Unterwegssein sorgt. Die Bremsen stehen für entsprechende Verzögerung. Frontkollisionswarner, Fußgänger-, Radfahrer-, Verkehrszeichenerkennung, Spurverfolgungsassistenz und Adaptivtempomat mit Stop-&-Go-Funktion tragen im Testwagen zu mehr Insassenschutz bei.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers und der Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

Insgesamt sieben Ausstattungslinien stehen zur Wahl. Team D ist die mittlere davon. Bei ihr gehören etwa schon Bi-LED-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sieben-Zoll-Multiinformationsdisplay, Multimedia-, Audiosystem, Smartphone-Einbindung, Vernetzung mit Parkpositionsfinder und Routenplanung, Rückfahrkamera, Sitzheizung und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie Navigation, farblicher Spezialstoff und zwei Jahre Anschlussgarantie haben den Grundpreis des Testwagens um 1390 Euro erhöht.

Das Gepäckabteil hier fasst nur 313 bis 1004 Liter. Und so sieht der Corolla von der Seite aus.  

Preis & Leistung

Die Anschaffungskosten – in diesem Fall doch ab 33 050 Euro – sind nicht gerade gering. Dafür fährt ein in den betreffenden Statistiken eigentlich stets als zuverlässig bewertetes Kompaktmodell vor, das nicht umsonst als meistverkauftes Auto gilt. Neben dem 2,0- findet sich auch noch ein 1,8-Liter-Hybrid mit 122 PS ab 27 550 Euro in der Liste. Der nutzwertigere und geräumigere Kombi, Touring Sports genannt, beginnt bei 28 750 Euro. Die klassische Limousine gibt’s nicht mehr im Programm. Ab Frühjahr 2023 soll die überarbeitete Auflage bei den Händlern stehen. Gerade erst hat Toyota zudem mit dem Cross die SUV-Version des Corolla vorgestellt.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung Benziner 112/152 kW/PS. Leistung Elektromotor: 80/109 kW/PS. Systemleistung: 135/184 kW/PS. Maximales Drehmoment: 190/4400-5200 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Antrieb: Vorderräder. Getriebe: Stufenlose Automatik. Umwelt: Testverbrauch kombiniert nach WLTP 5,5 Liter pro 100 Kilometer, 101-111 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,5-4,9 Litern. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 33 050 Euro.

*(Unsere zweiwöchigen „Auto im Alltag“-Praxistests finden weitgehend standardisiert mit normalen Orts-, Landstraßen- und schnelleren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel statt. Wo sie vorhanden sind, probieren wir ebenfalls die unterschiedlichen Fahrprogramme aus. Mit dafür vorgesehenen SUV-Modellen wechseln wir zudem für eine etwa mittellange Strecke vom Asphalt ins Gelände).

KoCom/Fotos: Günther Koch

20. Juni 2022